Vienhues Biomarkt - Newsletter Juli / August 2021

Impressionen aus unserem Anbau

In den letzten Wochen hat sich das Wetter von seiner besten Seite gezeigt. Es gab reichlich Regen, aber auch genügend Sonne, um unsere Pflanzen gedeihen zu lassen. Auf unserem Anrather Acker wie auch in unserer Willicher Gärtnerei gibt es derzeit viel zu tun. Die Tomaten werden reif, die Gurken wachsen bereits üppig, viele Kräuter, Mangold und Salate können geerntet werden.

Dachbegrünung

Gerne präsentieren wir an dieser Stelle das Gründach auf unserem Willicher Hofladen. Grüne Dächer speichern Regenwasser - bis zu 80 Prozent - und verdunsten es langsam wieder. Sie produzieren Sauerstoff, filtern verschmutzte Luft, absorbieren Strahlung und verbessern dadurch insgesamt das Klima. Sie wirken temperaturausgleichend durch Wärmedämmung, dämpfen Lärm und schützen das Dach vor Witterungseinflüssen und mechanischem Verschleiß. Und schön anzusehen sind sie auch.

Zwei neue Schafe

Molly litt sehr darunter, als ihre Schwester Polly starb. Alleinsein ist für ein Herdentier einfach keine Option. Jetzt hat sie zwei neue Gefährtinnen. Zunächst war sie skeptisch, doch mittlerweile hat sie sich mit den beiden jungen Kamerunschafen angefreundet.

Vienhues-Deli

Endlich konnten wir den Betrieb unseres Delis wieder vollständig aufnehmen. Ob in den Räumlichkeiten oder auf der Terrasse – Sie können bei uns Frühstück, Mittagessen oder Kaffee und Kuchen genießen.
Die wechselnde Wochenkarte finden Sie auf unserer Website unter http://biomarkt.com/biomarkt-deli-wochenkarte.php sowie auf Instagram unter https://www.instagram.com/vienhuesdeli/

Bio-Info

In unserer aktuellen Bio-Info-Ausgabe zeigen wir den Weg unserer eigenen Produkte vom Anbau bis in die Biomärkte und ins Deli.

E-Mobilität

„WIR“ - das Wirtschaftsförderungs-Magazin der Stadt Willich - hat in seiner neuen Ausgabe das Thema „E-Mobilität“ in den Fokus gesetzt. Auch wir wurden hierzu befragt. Nachhaltigkeit schwingt in unserem Betrieb ja immer mit, alle Entscheidungen werden auch unter diesem Gesichtspunkt beleuchtet.

Nun läge es, bei vordergründiger Betrachtung, nahe, auch das Thema Elektromobilität in Angriff zu nehmen. Es gibt jedoch verschiedene Punkte, die aus unserer Sicht gegen den Einsatz von E-Mobilität in unserem Unternehmen sprechen:
Zuallererst der Grundsatz „weniger ist mehr“: Ein immerwährendes Wirtschaftswachstum kann auf einem begrenzten Planeten auch dann nicht funktionieren, wenn man diesem Wachstum einen grünen Anstrich gibt. Ein Großteil unseres Wohlstandes basiert ja auf der Plünderung von Ressourcen, und dies geht zu Lasten von Menschen und Umwelt.

Wir sollten unsere Konsumgewohnheiten ändern: seltener ein Flugzeug besteigen, häufiger mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fahren, Strom sparen, weniger Fleisch essen …

Für die Umweltverträglichkeit der E-Mobilität muss man sich an der gesamten Wertschöpfungskette orientieren: Werden Umweltbelastungen vielleicht nur verlagert? Welche Rohstoffe werden unter welchen Bedingungen gefördert? Welche Emissionen entstehen beim Transport der Materialien und bei der Herstellung? Wie viele Umweltschäden gibt es z. B. durch die Errichtung der Produktionsstätten?

Schaut man also nicht nur darauf, dass das E-Auto keinen Auspuff hat und also keine Schadstoffe ausstößt, und bilanziert man stattdessen den Produktionsprozess, kommt E-Mobilität nicht mehr besonders gut weg.

Interessant ist auch, dass das Umwelt- und Prognoseinstitut davor warnt, dass mehr Elektroautos auch zu mehr Verkehr führen könnten. Das Institut stellte in Norwegen - dem Land mit den meisten Elektroautos pro Kopf - fest, dass nach Anschaffung der E-Mobile die Nutzung des ÖPVs bei Fahrten zur Arbeit um mehr als 80% zurückging.

Dann noch das: Für die Tesla-Gigafactory in Brandenburg wurden, noch vor Erteilung der umweltrechtlichen Genehmigung, 90 ha Wald gerodet, Lebensraum zahlreicher bedrohter Arten. Jährlich wird die Produktion der Autos dort rund 3,6 Millionen Kubikmeter Wasser verbrauchen, das sind 30% des gesamten Wasservolumens der Region, in der schon jetzt in den Sommermonaten Wasserknappheit herrscht. Dass Elon Musk in der Fabrik, in der künftig ca. 1.000 Menschen arbeiten werden, zudem keine Gewerkschaft dulden will, obwohl er vom Steuerzahler hunderte Millionen Euro Subventionen kassierte, geht ja wohl gar nicht.

Wenn wir unsere Lebensqualität für die künftigen Generationen sichern wollen, müssen wir Mobilität grundsätzlich überdenken …

Gisela und Harald, am liebsten mit dem (muskelbetriebenen) Fahrrad unterwegs.