Vienhues Biomarkt - Newsletter Mai / Juni 2020

Coronabedingt haben wir in Willich
auf unbestimmte Zeit auch
mittwochs von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr durchgehend geöffnet.

Biomarkt Viersen

Aktuell soll der Parkplatz am Viersener Markt durch den Eigentümer restauriert und erweitert werden. Bei dieser Aktion soll auch die Parkflächeneinteilung neu überdacht und die Ab- und Zufahrt erleichtert werden. Vor unserem zukünftigen Bistro auf der gegenüberliegenden Seite wird im Rahmen dieser Baumaßnahme ein kleiner Außenbereich zum Draußensitzen entstehen.
Nun können wir uns ja aus aktuellem Anlass noch ein wenig Zeit nehmen bis zur Eröffnung.
Trotz allem suchen wir für die Zeit, wenn es dann losgehen sollte, noch eine Köchin/einen Koch mit Interesse an einer Halbtagsstelle, Bewerbungen/Anfragen bitte per E-Mail an vienhues-bioland@t-online.de.
Die Großbaustelle an der Freiheitsstraße macht es weiterhin etwas umständlicher, unseren Markt zu erreichen. Die Zufahrt über die Viktoriastraße ist aber normalerweise recht problemlos.

Aus eigenem und regionalem Anbau

Schon seit Anfang April gibt es wieder regionale Bio-Strauch- und Cocktailtomaten von den Brüdern Verbeek in unseren Läden im Angebot. Besonders die großen und kleinen Strauchtomaten überzeugen unseres Erachtens schon so früh im Jahr durch ihren guten Geschmack.
Ebenfalls vom gleichen Erzeuger haben wir seit Ende März Gurken im Angebot, auch schon mal in der krummen Variante.
Die Kollegen Verbeek aus der Nähe von Venlo können die Abwärme eines Blockheizkraftwerkes nutzen und haben so den Vorteil, relativ früh im Jahr solches Fruchtgemüse ernten zu können. Ab Ende Mai/Anfang Juni wird es dann hoffentlich wieder den Sommer über Minigurken aus dem eigenen Anbau geben.
Anfang April haben wir begonnen, unsere eigenen Tomaten zu pflanzen. Wie in den vergangenen Jahren gibt es wieder die mittelgroße und geschmackvolle Sorte Baylee. Desweiteren bauen wir ebenfalls in diesem Jahr die bewährte Cocktailtomate Sweet Million an. Die Früchte sind schön süß und aromatisch und wiegen etwa 15-20g.
Auch wird es eine Vielzahl an kleinen und bunten, runden und ovalen Tomaten geben – wir probieren mal was aus. Erntebeginn bei den Tomaten wird voraussichtlich ab Ende Juni sein.

Salate

Seit Mitte April bieten wir die ersten Salatköpfe aus eigenem Anbau zum Verkauf an, aktuell sind es die Sorten Salanova grün und rot. Begonnen hat die Saison mit Asia Salat und Babyleaf. Letzteren wollen wir über Sommer und Herbst durchgehend anbauen. Es handelt sich um jung geerntete Salatsorten, die noch keine Köpfe ausgebildet haben. Neben den bekannten Salatsorten sind in den Mischungen evtl. auch roter und grüner Eissalat, Endiviensorten, roter und grüner Spinat, Sauerampfer, Stielmangold, rote Bete etc. enthalten.
Auch Rucola haben wir schon seit Anfang April aus eigenem Anbau. Geplant ist eine durchgehende Ernte bis in den späten Herbst hinein. Hoffentlich spielt das Wetter mit und die Erdflöhe sind uns wohlgesonnen.

Rhabarber

Vor einigen Jahren haben wir etliche Stauden Rhabarber gepflanzt, vorwiegend die „süßere“ und oxalsäurearme Sorte „Holsteiner Blut“.
Vorteil dieser über 100 Jahre alten Züchtung ist, dass man ihn nicht schälen braucht.
In diesem Jahr konnte schon ab Anfang April geerntet werden. Saisonende beim Rhabarber ist üblicherweise der Johannistag am 24. Juni, damit sich die Stauden fürs nächste Jahr erholen können.

Und sonst …

Neben den üblichen Schnittkräutern wie Petersilie und Schnittlauch bauen wir in diesem Jahr Kürbisse, Grün- und Palmkohl, Spinat sowie einige Sätze Kohlrabi an. Im Herbst kommt dann noch Postelein hinzu sowie natürlich der obligatorische Feldsalat.

Nachfolgend haben wir einige Freizeittipps, Anregungen für Ausflüge und Buchempfehlungen für Sie zusammengestellt.

Parkanlage Heilmannshof

Leider fällt diesen Frühsommer der Tag der offenen Gartenpforte aus, aber die sehenswerte Parkanlage des Heilmannshofes ist zu den Öffnungszeiten des Hofladens zu besichtigen:
Montag-Freitag: 8.00 bis 18.30 Uhr, Samstag: 8.00 bis 13.00 Uhr
Maria-Sohmann-Str. 93, 47802 Krefeld-Traar, gartentagebuch.heilmannshof.de

Radfahren im Kreis Viersen –
Auf Entdeckungstour im Kreis Viersen

Ob BahnRadweg, Fietsallee am Nordkanal oder Niers-Radwanderweg: Der Kreis Viersen lädt zum Entdecken mit dem Zweirad ein. Vorschläge für interessante Radrouten finden Sie unter:
www.kreis-viersen.de/de/inhalt-60/radfahren

Naturschutzhof Nettetal

Der NABU Naturschutzhof besteht seit 1985 und liegt in der malerischen Landschaft des Naturparks Maas-Schwalm-Nette. Das 2ha große Außengelände ist ein wahres Paradies für NaturfreundInnen. Das Außengelände ist weiterhin geöffnet, nur die Info- und Verkaufsräume sind derzeit nur eingeschränkt nutzbar. Sassenfeld 200, 41334 Nettetal

Stunde der Gartenvögel
Große Vogelzählaktion vom 8. bis 10. Mai 2020

Bereits zum 16ten Mal findet die bundesweite Aktion statt und es gibt schöne Preise zu gewinnen. (Vom Fernglas über Nistkästen und Naturkundebücher.)
Wer Freude daran hat Vögel in der Nähe zu beobachten ist aufgerufen diese zu notieren und zu melden. Auf der NABU-Seite zum Thema sind noch weitere interessante Infos zu finden.
www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel

Zwei Buchempfehlungen

„HOW NOT TO DIE - Entdecken Sie Nahrungsmittel, die Ihr Leben verlängern - und bewiesenermaßen Krankheiten vorbeugen und heilen“ von Dr. Michael Greger
Schon wieder ein Ernährungsratgeber? Ja! Aber was für einer! Ein Buch, das so informativ und interessant ist, dass Harald es mindestens dreimal komplett „verschlungen“ hat, Conny (unsere Grafikerin) hat‘s zwar nur einmal gelesen, nimmt es aber immer wieder zur Hand, um darin zu stöbern.
Das Buch enthält zwei Teile: Im ersten Teil spricht Greger über die Zivilisationskrankheiten und die Nahrungsmittel, die zu deren Heilung beitragen können. Im zweiten Teil widmet sich der Arzt den zwölf Lebensmitteln, die wir täglich essen sollten.
Michael Greger ist nicht der Erste, der die Zusammenhänge von Ernährung und Krankheit/Gesundheit aufzeigt, doch er ist der erste wissenschaftliche Vertreter, der sich in großem Maße für die Bekanntmachung von für den Laien bis dahin kaum zugänglichen Studien stark macht. Entdeckt z.B. eine Forschergruppe, dass Brokkoli das Tumorwachstum verringert oder Leinsamen Bluthochdruck senkt, dann steht niemand parat, um die Erkenntnis über eine teure Werbekampagne an Ärzte zu vermitteln, damit sie Patienten künftig Brokkoli auf Rezept verschreiben.
Aber dafür gibt‘s ja dieses Buch!
Unimedica, Hardcover, 512 Seiten, 24,80 Euro, ISBN 978-3-946566-12-0

Das große Insektensterben, Andreas H. Segerer, Eva Rosenkranz
Die »Krefeld-Studie« hat gezeigt: Das Artensterben ist auch bei uns angekommen. Wenn bislang irgendwo in Afrika eine unbekannte Art verschwand, konnte man dazu vielleicht noch mit den Schultern zucken. Aber nun sterben Bienen, Schmetterlinge und Käfer vor unserer Haustür - und mit ihnen verschwinden Vögel, Frösche und vieles mehr.
Was wir mit den Insekten verlieren, ist nicht allein das Fundament eines intakten Ökosystems; mit dem Aussterben der Bestäuber steht die Nahrungsmittelversorgung für unzählige Menschen auf dem Spiel. Wozu brauchen wir Insekten? Ist ihr Verschwinden nur eine kurzfristige Laune der Natur? Wer oder was ist dafür verantwortlich?
Der Insektenforscher Andreas Segerer erläutert die Zusammenhänge und zeigt auf, was jetzt passieren muss. Dazu liefert Eva Rosenkranz viele praxisnahe Tipps und nennt Initiativen, die sich dem Insektensterben entgegenstellen - nach dem Motto: Wir fangen schon mal an! Denn jeder kann seinen Beitrag leisten, damit die Welt nicht verstummt, sei es durch einen insektenfreundlichen Garten oder durch Engagement im eigenen Umfeld.
Oekom Verlag, Softcover, 208 Seiten, 20,00 Euro, ISBN 978-3-96238-049-6


„Kurzfristige Blühstreifen sind Augenwischerei“

Dieses Zitat stammt vom Mitgründer des Nettetaler NABU-Naturschutzhofes Heinz Tüffers. Warum er von Augenwischerei spricht? Der Lebenszyklus der Insekten, die in Blühwiesen leben, beträgt 8-10 Wochen. In dieser Zeit legen sie ihre Eier ab. Werden die Blühstreifen dann bereits nach einem halben oder Dreivierteljahr umgepflügt, werden die Gelege vernichtet, und es können keine neuen Insekten entstehen.
Der Vorschlag von Tüffers, der sich seit 20 Jahren mit dem Thema beschäftigt und bereits rund 80 000 Quadratmeter Blühwiesen angelegt hat: Die überdüngten Randstreifen umpflügen und mittels Einbringung von Sand abmagern. Dann entstehen früher oder später ganz von selbst Blühstreifen und diese sollten fünf bis zehn Jahre lang stehen gelassen werden. Nur so kann wirklich eine neue Insekten-Population entstehen. Bei Frost haben die Insekten dann auch die Chance, in abgestorbenen Pflanzenstängeln zu überwintern.
Ein weiterer Vorschlag von Tüffers: Heckenpflanzungen in regelmäßigen Abständen auf sechs Meter breiten Streifen. Dass heimische Gehölze wie Schlehe, Weißdorn, Haselnuss, Kornelkirsche und Pfaffenhütchen gepflanzt werden sollten, versteht sich von selbst.
Solche Hecken, die bis zu fünf Meter hoch wachsen, bieten Lebensraum für zahlreiche Vögel, Kleinsäuger und Insekten.
Bisher lehnen die meisten Landwirte Tüffers Pläne wohl ab, auch wenn die Gehölze für sie kostenlos beim Landschaftsverband erhältlich sind, die großen und schweren Maschinen der konventionellen Landwirtschaft bedingen große strukturarme Flächen.

Wer einen Garten sein eigen nennt, kann viel für die Natur/für die Insekten tun. Die Verwendung von torffreier Erde schont unsere Moore, denn der Abbau von Torf zerstört das Ökosystem Moor - mit dramatischen Folgen für Natur und Klima. Trotzdem werden jährlich über drei Millionen Kubikmeter Torfblumenerde in Deutschland verkauft.
Mit der richtigen Pflanzenauswahl können zudem Insekten in die Gärten gelockt werden. Viele Pflanzenarten bieten Hummeln und Schmetterlingen Nahrung. Im Winter sollte man abgestorbene Pflanzen und Stengel stehen lassen, denn die vertrockneten Pflanzenteile bieten Insekten eine Überwinterungsmöglichkeit.
Viele Tipps zum Thema Garten und Balkon finden Sie hier:
www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/tiere/insekten